„Jeder ist Künstler und Schöpfer“ –
Praxistage im Haus am Schüberg
Im August 2011 trafen sich im Haus am Schüberg in Norden Hamburgs 12 JSJ-Praktiker. Voller Erwartung und Vorfreude als auch innerer und äußerer Spannung auf die Tage, die Klienten, die Atmosphäre, das Praktizieren reisten wir dort an.
Bettina Roschewitz hat mit Pascal Schaffner und Eva Betka diese Tage für die Teilnehmer ihres Intensivjahres organisiert. Etwa 150 Klienten waren für die drei Praxis-Tage bestellt.
Jeden Morgen erhielten die Praktiker einen Behandlungsplan – wir behandelten im Zweier-Team jeweils 5 Klienten am Tag. Die verbleibende Zeit galt neben der leiblichen Stärkung – sehr lecker und wohltuend - der Reflexion mit und der Begleitung durch Bettina, Pascal und Eva.
Und dann war es so weit. Es wurde ernst. Der erste Morgen, der Behandlungsplan. Ein Name. Wer verbirgt sich hinter dem Namen? Eine Behandlung zu zweit: wie spreche ich mich mit meiner Team-Kollegin ab? Wenn auch diese Fragen in meinem Kopf und Körper waren, so fühlte ich mich dennoch getragen, war in gewisser Weise gelassen. Die Kraft des JSJ in mir, die Energie des Schöpfers, ein uraltes Wissen, das mir inne wohnt.
Auf erwartungsvolle, ernstere, aber auch strahlende Gesichter trafen wir im Eingangscafe, in dem die Klienten warteten. Nach einem kurzen Gespräch lauschten wir den Pulsen, jeder entschied sich für einen Strom. Und schon hat die erste Behandlung begonnen, das Licht und der Geruch einer weißen Kerze durchfluten den Raum, gemeinsame Stille, eine dichte Atmosphäre. Erst die Pulse, dann die Schlösser – sie sprechen zu mir. Eine besondere Art der Kommunikation, Gedanken und Emotionen steigen in mir hoch, aber nie ohne das Wissen, dass alle aus dem einen Licht kommen und dahin zurückkehren, dass tief in jedem Menschen ein Funke vollkommener Harmonie wohnt – auch wenn der Klient ein schweres Etikett trägt. Das Auflegen der Hände, das Starthilfekabel-Sein lässt mich ganz da sein.
To be, not to do.
Die Vielfalt der Klienten ist ungeahnt. Ein 30jähriger Mann, dem das Wissen inne wohnt, mir tut JSJ gut. Eine an Multiple Sklerose erkrankte Frau mittleren Alters – im Rollstuhl sitzend, die ihren Weg sucht. Ein an Darmkrebs leidender Mann, der in sich das Vertrauen spürt, mit JSJ einen Weg für sich gefunden zu haben. Eine Mutter eines mehrfach behinderten Kindes – Kraft suchen für ihren Alltag. Jeder Klient eine besondere Herausforderung. Zu spüren, dass Jin Shin Jyutsu eine ganzheitliche Kunst ist. „JSJ ist eine ´eingebaute´ einfache LEBENSkunst, MICH SELBST kennen (mir helfen) LERNEN.“
Alle Einstellungen loslassen, im Hier und Jetzt sein – mit jedem Klienten. Immer wieder an Schloss 12 denken, die Hingabe leben – nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe – der Wille des Schöpfers. Die 7.-Tiefe-Energie, das universelle Licht durchströmt den Klienten. Er hat sich auf den Weg gemacht sein Selbst zu suchen, und durch meine Berührung, meine Nähe, mein Starthilfekabel-Sein kann ich diesen Weg unterstützen und begleiten. „Jeder ist Künstler und Schöpfer.“ Der Klient und der Praktiker.
Praxistage – drei Tage praktiziert. Dichte Erfahrungen, die für mein Leben und meine weiteren Klientenkontakte unglaublich fruchtbar sind.
Christina Klein